Influencer-Marketing im Recruiting - CCC & hokify

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Aktualisiert: 14.06.2022 Lesedauer: ca 5min

Die CCC Group ist ein börsennotiertes Einzelhandelsunternehmen mit diversen Standorten im mittel- und osteuropäischen Markt und Hauptsitz in Polen. Das Unternehmen vertreibt Schuhe, Accessoires und Taschen als CCC E-Commerce Konzept und bietet mit HalfPrice KundInnen eine Vielfalt an modischen Qualitätsprodukten zu den besten Preisen. Durch die Zusammenarbeit mit den größten Modemarken und Modehäusern schafft es ein top Team an EinkäuferInnen und TrendsetterInnen, mit Marken und DesignerInnen aus der ganzen Welt zusammenarbeiten und stets die neuesten Modetrends für KundInnen zu finden. Halfprice Filialen finden sich nicht nur in Polen, Ungarn, Tschechien oder Kroatien, sondern seit 2021 auch in Österreich wobei CCC E-Commerce in diversen europäischen Ländern online zu finden ist. 

Recruiting & Employer Branding mit Influencern 

Im Bereich des Recruitings setzt CCC E-Commerce bereits seit längerem auf Social Media Recruiting, um die idealen KandidatInnen für diverse ausgeschriebene Stellen zu finden. “Hierbei lassen sich sowohl Führungskräfte im Managementbereiche als auch ShopmitarbeiterInnen ideal finden.”, berichtet Raoul Perzy, Head of Human Resource bei HalfPrice. Seit 2021 werden zusätzlich zu den hokify Kampagnen auf Facebook, Instagram & Co. auch gezielt hokify Influencer Kampagnen eingesetzt, um die Reichweite, Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit offener Stellen entsprechend zu erhöhen. “Recruitingkampagnen sollten immer mit Employer Branding verbunden sein. Und Influencer Kampagnen eignen sich nicht nur perfekt für unser Recruiting, sondern haben auch einen tollen Effekt auf unser Employer Branding.”, führt Herr Perzy an.  Denn Influencer bringen KandidatInnen nicht nur auf offene Stellen, sondern auch die Employer Branding Profile (hokify Club) auf welchen sich BewerberInnen noch mehr Informationen zum Unternehmen holen können.

Influencer erreichen die Zielgruppe!

“Nicht nur für unseren E-Commerce Shop CCC in 13 Ländern, sondern auch für unsere neuen HalfPrice Filialen in Österreich setzen wir auf die Ansprache mit Influencern.”, erklärt Herr Perzy. “Man muss mit der Zeit gehen und die Zielgruppe in ihrer Sprache erreichen. Dazu eignen sich nicht nur diverse Social Media Kanäle, sondern auch Influencer. Auch im Zuge der Kommunikation einer neuen Brand, wie HalfPrice in Österreich, ist es essentiell die Marke aufzubauen und an die Zielgruppe zu tragen. Hier sehen wir mit Influencern einen sehr erfolgreichen Weg.” 

In 4 Schritten zum Influencer-Recruiting-Erfolg

Im Recruiting fehlt oft der moderne Ansatz, um die Zielgruppe zu erreichen. Die Strategie von Herrn Perzy lautet: den Markt screenen, die Unternehmenskultur festlegen und die Trends am Markt beobachten, wie auf TikTok, Social Media oder eben Influencer. Und dann das richtige Targeting für Kampagnen setzen! Somit lässt sich eine gezielte statt eine breite Ansprache von KandidatInnen umsetzen, um genau jene zu erreichen, die man erreichen möchte. Zusätzlich sollte man die Follower von Influencer nutzen, um die Message klar zu transportieren. Denn Follower von Influencern identifizieren sich mit den Influencern - und diesen Vorteil sollte man für das eigene Unternehmen nutzen. “Wir haben eine genaue Persona angelegt, hokify hat vorqualifiziert welche Influencer zu uns passen und somit haben wir gemeinsam ein tolles Konzept erarbeitet und die idealen, zu uns passenden Influencer gefunden”, berichtet Herr Perzy. “Zu 80-85% haben wir uns für Influencer mit einem Mode und Lifestyle Hintergrund entschieden.” Hierbei setzen sie sowohl auf Frauen als auch Männer. Zusätzlich sehen sie bei ihren Influencern, dass diese teilweise ähnliche Erwartungshaltungen wie ihre KandidatInnen mitbringen: “Sie erwarten Freiheit (Sie möchten remote, flexibel und kreativ arbeiten), aber auch Sicherheit (Bleibt das Unternehmen bestehen? Ist mein Job sicher?). Das Gehalt ist dabei etwas nachrangig bewertet.”, erklärt Herr Perzy.

Zusätzlich müsse man auch aktuelle Themen berücksichtigen. Beispielsweise haben sich mit Corona auch die Sicherheits- und Qualitätsansprüche seitens der BewerberInnen verändert. Remote Work und flexible Arbeitszeiten und -Orte sind bei KandidatInnen gefragter als zuvor, zusätzlich erwarten diese einen sicheren Arbeitsplatz und ein gutes Gehalt. “Wo der Anspruch im Vertrieb früher darin lag ein Firmenauto zu erhalten, sehen wir jetzt öfters die Nachfrage nach Remote Work und Homeoffice”, erzählt Herr Percy. Firmen sollten hier unbedingt mit der Zeit gehen und dies entsprechend berücksichtigen - nicht nur um BewerberInnen zu erhalten, sondern auch MitarbeiterInnen zu behalten. 

Wichtig also:

  1. Markt screenen!

  2. Unternehmenskultur festlegen!

  3. Trends wahrnehmen!

  4. Kampagnen umsetzen!

Step by Step: Umsetzung einer Influencer Kampagne

Worauf kommt es nun besonders an, wenn man eine Influencer Kampagne starten und umsetzen möchte? “Die grundlegende Zusammenarbeit von HR und Marketing sei entscheidend und stelle einen wichtigen Grundbaustein dar, berichtet Raoul Perzy. Die HR liefere den entsprechenden Input, muss das Ganze mitgestalten und leben, damit die Marketingabteilung anschließend die Brand entsprechend vermitteln und den Auftritt nach außen gestalten könne. Die internen Prozesse seien dabei besonders wichtig. “Bevor wir live gehen, befragen wir unsere MitarbeiterInnen aus verschiedenen Abteilungen. Am besten jene, bei denen kein job-bedingtes Näheverhältnis besteht, um ein aussagekräftes, neutrales Feedback zu erhalten. Damit erfahren wir, wie die Stellen wirklich ankommen und ob die Influencer zu uns passen.” Hierbei werden nicht nur Influencer vorgestellt, sondern auch die unterschiedlichen Bewerbungsschritte durchgespielt, Social Media Kampagnen gezeigt oder Tests mit Bildschirmvideos durchgeführt. Ziel ist es, eine Antwort auf diese Frage zu bekommen: Würde ich mich auf meine eigene Stelle im Unternehmen mit diesem Prozess bewerben wollen? Was könnte besser oder anders sein? 

Damit ließen sich Fehler im Recruitingprozess frühzeitig vermeiden, was sich positiv auf eine kurze Time To Hire und eine gute Bewerberqualität auswirke. Wichtig sei des Weiteren, dass die verschiedenen Kanäle entsprechend getrackt werden und auch Fragebögen oder offene Notizfelder für KandidatInnen eingebaut werden. Somit erhalte man ein direktes Feedback von BewerberInnen und kann genau abbilden über welche Empfehlung von welchem Influencer schlussendlich welche Bewerbung kam.

Kreative Stellen innerhalb weniger Tage besetzen!

“Engagement und Leidenschaft für einen Job sind uns wichtiger als die reine Ausbildung.” Dieses Statement lebt Herr Perzy bei der Personalsuche. “hokify war für uns Vorreiter was die Ansprache via Social Media und Influencer betrifft. Beispielsweise hatten wir neben unseren Jobs als Führungskraft oder Shop-Angestelle auch Stellen im Bereich Social Media oder E-Commerce ausgeschrieben und das Ganze via Influencer beworben. Nach wenigen Tagen kamen super passende Bewerbungen und wir konnten gleich zwei der drei offenen Positionen besetzen.” Eine Ansprache ist somit nicht nicht nur gezielt, sondern auch kosteneffizient möglich. Beim Rücklauf erhalte man eine gute Bewerberqualität anstatt einer Masse an doch teils unpassenden Bewerbungen.

“Für die Position ”Social Media Manager” war es uns beispielsweise wichtig, dass die gesuchte Person drei Parameter erfüllt: Der oder die BewerberIn soll eine eigene gute Reichweite in den Sozialen Medien haben, kreativen Content umsetzen und eine Affinität zu HR und Marketing Themen mitbringen. Diese Punkte haben wir im Bewerbungsablauf überprüft und entsprechend abgefragt.” Alter und Geschlecht des/der idealen KandidatIn spielen hierbei keine Rolle. Der Mensch solle im Mittelpunkt stehen und passende KandidatInnen seien jene, welche sowohl Praxiserfahrung als auch Leidenschaft für den Job mitbringen. Alles andere sei erlernbar.

Vielen Dank an Raoul Perzy für das ausführliche Interview und die vielen Insights rund um die Auswahl und Umsetzung von Influencer-Kampagnen! Wir freuen uns auf eine weitere gute Zusammenarbeit und weitere tolle Projekte!

Karin ist nicht nur die Stimme des hokify Podcast und Gesicht der hokify Webinare, sondern auch die One (Super)-Woman Show aus dem B2B Marketing. Der hokify Hobby-Sonnenschein bringt nicht nur gute Laune mit ins Büro, sondern auch die Trendthemen aus der HR. Neben Moderation und Podcastaufzeichnungen publiziert sie Kassenschlager, wie den hokify Blog, die hokify Case-Studies oder ist auch als Autorin aus der allseits beliebten Kategorie Newsletter bekannt. PS: LinkedIn macht sie auch.

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